Schutzimpfungen
Schutzimpfungen bieten heutzutage die wirksamste Prophylaxe gegen Infektionskrankheiten – sie zählen zu den wichtigsten medizinischen Arzneimittel-Strategien zur Prävention schwerer Erkrankungen. Vor einer geplanten Schwangerschaft ist der Impfstatus zu überprüfen, da es bei frischen Infektionen zu Embryopathien kommen kann und das Baby von den mütterlichen Antikörpern profitiert (Nestschutz).
Empfohlene Impfungen umfassen unter anderem:
- Diphterie
- Tetanus
- Pertussis
- Polio
- Mumps/Masern/Röteln
- Hepatitis A und B
- FSME
FSME sollte alle 5 Jahre aufgefrischt werden. Auch die Auffrischung anderer Impfungen ist regelmäßig sinnvoll, um den Schutz aufrechtzuerhalten.
Bei Frauen mit Kinderwunsch ist es besonders wichtig, die Röteln-Impfung bei fehlender Immunisierung nachzuholen. Ab September jeden Jahres sollte zudem an die Grippeschutzimpfung gedacht werden. Eine Pneumokokken-Impfung ist ab dem 50. Lebensjahr ratsam.
HPV-Impfung und Krebsvorsorge
Zu den spezifischen Impfungen für Frauen zählt die HPV-Impfung (HPV steht für Humanes Papillomavirus). Das Zervixkarzinom (Gebärmutterhalskrebs) ist nach Brustkrebs die zweithäufigste Krebstodesursache bei jungen Frauen.
Studien zeigen, dass die Hauptursache für Gebärmutterhalskrebs eine HPV-Infektion ist. HPV wird durch Geschlechtsverkehr übertragen und ist weltweit verbreitet – etwa 70 bis 80 % aller Menschen infizieren sich im Laufe ihres Lebens mit einem der 120 HPV-Typen.
In vielen Fällen heilt die Infektion innerhalb von 1–2 Jahren spontan durch das eigene Immunsystem aus. Persistierende Infektionen mit Hochrisiko-Typen können jedoch zu einer intraepithelialen Neoplasie (Krebsvorstufen) am Gebärmutterhals führen.
Für die Krebsvorstufen und die Krebserkrankung des Gebärmutterhalses, aber auch der Vagina und des Anus, sind in über 70 % der Fälle die HPV-Typen 16 und 18 verantwortlich. Für die Krebsvorstufen und den Krebs der Vulva ist in über 90 % der Fälle der HPV-Typ 16 Auslöser.
Gebärmutterhalskrebs kann im Rahmen regelmäßiger gynäkologischer Vorsorgeuntersuchungen früh diagnostiziert werden. Bei einem verdächtigen Befund (Kolposkopie) erfolgen weitere Untersuchungen, die wichtige Informationen zur Früherkennung liefern.
In Österreich werden in weiterer Folge etwa 6.000 Konisationen (Gebärmutterhalsoperationen) durchgeführt. Diese verdreifachen das Frühgeburtsrisiko. In Österreich gibt es jährlich etwa 400 Neuerkrankungen und 130-180 Todesfälle. Für genitale Warzen (Condylome) sind die HPV-Typen 6 und 11 verantwortlich.
Die Impfung ist eine präventive Behandlung, die vor allem vor Beginn sexueller Aktivität empfohlen wird. Sie schützt jedoch auch im Erwachsenenalter vor Neuinfektionen mit bestimmten Virustypen. Es kommt der neue 9-fach Impfstoff zum Einsatz. Der neue HPV-Impfstoff steigert die Schutzrate auf bis zu 90 % und reduziert das Risiko für Genitalwarzen (Condylome) erheblich.
Die Impfung ersetzt nicht die gynäkologische Vorsorgeuntersuchung mit PAP-Abstrich, da die derzeitigen Impfstoffe nicht gegen alle onkogenen Viren schützen.
StroVac®-Impfung bei wiederkehrender Blasenentzündung
Die StroVac®-Impfung ist eine spezielle Option zur Vorbeugung gegen (wiederkehrende) Blasenentzündung. Der Impfstoff StroVac® enthält inaktivierte bakterielle Erreger (Enterobakterien) und ist deshalb ein immunstimulierendes Arzneimittel. Er ist eine Alternative zur Uro-Vaxom®-Schluckimpfung (orale Immunprophylaxe), deren Wirksamkeit durch Studien bislang nicht hinreichend belegt ist.
Die Grundimmunisierung erfolgt in der Regel durch drei Injektionen. Eine spätere Auffrischung kann sinnvoll sein, um den Schutz zu verlängern. Besonders bei Patientinnen mit häufig wiederkehrenden Blasenentzündungen oder schmerzhafte wiederkehrende Erkrankungen der Harnblase bzw. Niere kann StroVac® eine Alternative zu wiederholten Antibiotika-Therapien darstellen.
Studien liefern unterschiedliche Ergebnisse zur Wirksamkeit der StroVac®-Impfung – während einige positive Effekte zeigen, bleibt der Nutzen in bestimmten Fällen begrenzt. Insgesamt wird dem Impfstoff eine 5-%-ige Versagensquote attestiert. Dennoch berichten viele Betroffene über eine deutliche Reduktion von Infekten pro Jahr.
Die Behandlung mit StroVac® wird insbesondere dann erwogen, wenn klassische Therapien wie Antibiotika nicht den gewünschten Erfolg bringen. Häufig berichten Patientinnen auch über begleitende Schmerzen, die durch die Impfung reduziert werden können.
Wie bei vielen Impfstoffen können auch bei der StroVac®-Impfung Nebenwirkungen auftreten. Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen lokale Reaktionen an der Einstichstelle, leichtes Fieber oder Müdigkeit – schwerwiegende Komplikationen sind selten.
Weitere Informationen zur Anwendung und Wirksamkeit
Die Entscheidung für die StroVac®-Impfung sollte individuell getroffen werden – basierend auf der Krankengeschichte, der Häufigkeit der Infektionen und den bisherigen Therapieerfolgen. Ärztliche Beratung liefert wichtige Informationen zur richtigen Anwendung und zu möglichen Risiken.
Gerade bei chronisch wiederkehrenden Harnwegsinfekten kann diese Form der Behandlung eine sinnvolle Ergänzung darstellen, insbesondere wenn die Lebensqualität durch die Beschwerden stark eingeschränkt ist.
FAQ zur StroVac®-Impfung und Schutzimpfungen
Was ist eine StroVac®-Impfung?
Die StroVac®-Impfung ist ein Impfstoff zur Vorbeugung wiederkehrender Harnwegsinfekte durch Aktivierung des Immunsystems.
Wie oft wird StroVac® verabreicht?
Die Grundimmunisierung besteht aus drei Injektionen, eine Auffrischung kann später erfolgen.
Wie wirksam ist StroVac®?
Die Wirksamkeit von StroVac® wird unterschiedlich bewertet. Einige Studien zeigen positive Effekte, andere sehen begrenzten Nutzen.
Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören lokale Reaktionen, leichtes Fieber und Müdigkeit.
Ist die StroVac®-Impfung eine Alternative zu Antibiotika?
Ja, insbesondere bei Patientinnen mit häufigen Infekten kann sie helfen, den Einsatz von Antibiotika zu reduzieren.
Für wen ist die Impfung geeignet?
Vor allem für Personen mit wiederkehrenden Blasenentzündungen, bei denen andere Therapien nicht ausreichend wirken.
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Allround Service: alle Blutabnahmen, Abstriche, Zuckertests und Harnauswertungen erfolgen in der Praxis. Eingriffe im hauseigenen OP Saal möglich. Gerne dazu ein Kostenvoranschlag für ihre Krankenkasse.
